Bonaire & Curacao
 

Oh Islands in the Sun
Bonaire und Curacao liegen knapp 40 km vor der venezulanischen Küste und gehören wie ein paar andere Karibikinseln zu den
Niederländischen Antillen. Ab Mitte 2007 will Curacao laut Volksentscheid selbständig werden und auf Bonaire soll dann das EU-Banner die vollständige Zugehörigkeit zu den Niederlanden signalisieren.
 
 

Kralendijk, Hauptstadt von Bonaire
Die Hälfte der ca. 14000 Insulaner wohnt hier. Sie sprechen untereinander vorzugsweise "Papiamento", eine nicht dechiffrierbare Sklavensprache aus mehreren afrikanischen Dialekten, und dazu perfekt holländisch (Amtssprache), spanisch und englisch. "Bon bini" ist der ehrliche Willkommensgruß an alle Fremden.
 
 

Moorings in der ersten Reihe
Zur Erhaltung des Korallengartens rund um die Insel darf nirgendwo geankert sondern nur an ausgelegten Bojen festgemacht werden. Das vereinfacht das Auffinden des eigenen Bootes nach einem zünftigen Sun-downer ungemein.
 
 

Diese trockengelegten Brandungsfelsen entdeckten wir an der Nordküste Bonaires.
 
 

Boca Washikemba
(Hört ihr das andante Papiamento?) Diesen abenteuerlichen Naturhafen mit solider Betonpier am inneren Ende, ein netter Tipp unseres Freundes Wolfgang aus Wilhelmshaven, fanden wir auch - allerdings mit dem Auto.
 
 

Naturpark im hügeligen Norden
Auf solchen Wegen geht es per Vierradantrieb stundenlang durch ein ehemaliges riesiges Privatgelände, das der Vorbesitzer
dem Staat mit der Auflage vermacht hat, nichts zu verändern. Eine schöne Idee.
 
 

Flamingos in der flachen sumpfigen Mitte
Interessant zu beobachten, wie diese scheuen Langbeiner mit ihrem Pendelhals durch Schlick und Schlamm schlabbern.
 
 

Salzseen im Süden
vermitteln winterliche Stimmung trotz +40 Grad Celsius. Diese sonnenunterstützte natürliche Salzgewinnung ist immer noch einträglich.
 
 

Windfeste Hundehütten
für die Sklaven auf den Salzfeldern (Stehhöhe 1,2 m). Am Sonntag durften sie ausruhen und zu Fuß zu ihren Familien in's 30 km entfernte Rincon. Erst 1863 gaben die Holländer auf internationalen Druck als letzte Nation die Sklaverei (in der damaligen Form) in der Karibik auf.
 
 

Solche Kunstwerke aus Treibgut
finden sich alle paar 100 m an der südlichen Küste. Feiner Sinn für das Schöne oder profaner Hinweis auf gute
Fischgründe? Wir wissen es nicht.
 
 

Zu den besonderen Schönheiten
Bonaires gehört unter anderem auch die Unterwasserwelt (siehe Angebotstafeln rechts im Bild). Endlose fischreiche und intakte
Korallen-Riffkanten nur 50 m vom Ufer in klarstem Wasser erfreuen jeden Schnorchler und Scuba-Diver.
 
 

Heisser Urlaubstipp
ist Bonaire allemal: viel Natur über und unter Wasser, sicher, noch preiswert und sehr nette Leute aller Hautfarben. Im Bild ein
alter Signal-Obelisk, der den Salzschiffen den Landeplatz wies, und das Büro des Hafenmeisters.
 
 

Klein Curacao
Bevor wir uns nach den beschaulichen Inseln Venezuelas und Bonaire den Schmelztigel Curacaos antun, wollen wir auf halbem Weg noch ein paar einsame Tage vor dem Strand von Klein Curacao ankern. Die schmale Insel ist 2 km lang und unbewohnt.
 
 

Für Tagesgäste von Curacao
kommend gibt es ein einfaches Restaurant, dessen Personal nachmittags mit den Gästen verschwindet. Dann gehört uns wieder die Insel. Ausser den Strohschirmen gibt es keinen Schatten auf diesem wüstenheissen Eiland.
 
 

Der Leuchtturm Klein Curacao
hat längst ausgedient, was der letzte Kapitän des Schiffswracks an der Westseite wohl nicht mitbekommen hatte.
 
 

Annäherung an Curacao
Die Hochbrücke von Willemstad ist von weither sichtbar. Über Funk gibt der Hafenmeister freie Einfahrt in den Sint Anna Baai Kanal.
 
 

Vorbei an der alte Ponton-Drehbrücke und unter der Hochbrücke hindurch geht es scharf steuerbord zum geschützten
Liegeplatz der Marina. Danach das Übliche: Immigration Office, Zoll und Hafenbehörde, orientieren und ein kühles Heineken.
 
 

Willemstad
ist die Hauptstadt von Curacao. 160000 Einwohner zählt die 60 km lange Insel. Baustil und Pro-Kopf-Dichte entsprechen wohl holländischen Maßstäben. Der Tourismus boomt und die Geldbörse muss gut gesichert werden.
 
 

Hübsche Kolonialhäuser zieren wie auch Klappbrücken das lebendige Zentrum. Ihr Holländer seid zu beneiden.
 
 

Die über 100 Jahre alte Schwimmbrücke für Fußgänger verbindet beide Stadtteile rechts und links des Kanals.
 
 

Nur für Schockfreie
Außerhalb der Stadt herrscht primitiver gleichgültiger US-amerikanischer Lebensstil. Zersiedelte Schrottlandschaften, stinkende
Raffinerien und der komplette Küstenstreifen ist zu 98% im Privatbesitz.
 
 

Blauschwarzes Loch
Hier sollte man all die Lokalpolitiker und Profiteure kielholen, die Curacao so verschandelt haben. Wenn die Insel ab 2007 selbständig ist, wird sie ohne Finanzspritzen wohl ganz darin versinken.
 
 

Bunter Wegweiser
an der Nordspitze von Curacao. Nur weg hier - aber leider kommt die Hurricane-Saison und so werden wir abwarten.
 
 

Zurück zur Natur
Motive von Bonaire: Dornenvogel, verliebter Vogel, wilder Esel, Aloe Vera Plantage