Trocken in Thailand

TRUANT in der Falle
Zweimal täglich bei Ebbe stecken die Bootskiele im Schlick der Lagune und TRUANT braucht bei ihrem Tiefgang schon die Springtide für die berühmte Handbreit Wasser, um da jemals wieder rauszukommen. Wir sind wieder zurück im Land des Lächelns und Truant ist aufgebockt, bereit zur Schönheitskur. Eigentlich gibt es diesmal nichts Bewegendes zu berichten und leider erst recht nichts Seglerisches, aber einige von euch wollten das dennoch.

 

Stilleben
Die Regenzeit endet diesmal 2 Monate später als üblich, die vergebenen Metall-, Farb- und Holzarbeiten an TRUANT (ganz links unter Regenplane) beginnen schleppend. Auch wir selbst können kaum was tun und flüchten ins Hotelzimmer mit lebenserhaltender Klimaanlage, Dusche und Putzfrau.

 

Die Jungs von der Baustelle
mal 10, mal keiner, arbeiten sehr sorgfältig und gründlich, allerdings auch so liebevoll langsam, dass es manchmal weh tut - auch dem Geldbeutel, obwohl die Löhne und Lebenshaltungskosten hier sehr niedrig sind. Kritik wäre für einen Asiaten tödlich, also spornen wir sie mit täglichem Lob an und immerhin schieben sie dann schon mal sonntags Extraschichten ein.

 

Money Money?
Rückblick Deutschland-Visite im letzten Sommer. Fragen sich unsere Erben etwa, warum wir soviel Geld in das Boot stecken? Mitnichten! Beim Empfang wollen sie uns bestimmt mit dieser warmen Geste ihre Herzen zu Füßen legen.



Kinder und Enkel
sowie Verwandte und Freunde, alle uns eingeschlossen haben viel zu erzählen. Nur einer muss fern auf den Meeren aufpassen, um nicht versehentlich kleine Segelboote umzumangeln, ist aber bei der Familienfeier in Süddeutschland per Skype zugeschaltet.

 

 

Sommersonnenwende
in Wilhelmshaven. Um Mitternacht streicht die Dämmerung über Nord. Nach 4 von 7 Jahren Reise in äquatornahen südlichen Breiten (6 Uhr Sonnenauf- und -untergang das ganze Jahr) geniessen wir mit vielen lieben Freunden erstmals wieder die langen hellen Sommerabende. Ihr glücklichen Nordlichter!

 

 

Nix mit Schmuddelwetter
Anfangs war es auf dem friesischen Wattenmeer bis hoch nach Romö noch etwas frisch, aber dann hatte sich der Sommer 2010 von der besten Seite gezeigt. Auf Spiekeroog tummelten sich die Urlauber, auf Langeoog so viele Robben wie selten.

 

 

Mutti und Papa
Solche und andere Zeitgenossen lindern unser Heimweh schnell. Parteikollege Lammert zeigt seiner Lobby-fixierten Chefin sehr deutlich, was er von dem teuflischen Verfahren AKW-Betriebszeitverlängerungen hält. Ebenso eher satanisch als christlich die aktuellen Berichte über unsere selbsternannten Gottesvertreter und ihren "moralischen Führungsanspruch". He, zahlt da wirklich noch jemand Kirchensteuer? Wir sind dann erst mal wieder weg.



Zurück bei Buddha
Größere Landtouren waren wegen der täglichen Absprachen bei den Bootsarbeiten noch nicht möglich. Aber auch so bekommen wir erste interessante Einblicke in die Denkweisen des Buddhismus. Hier wird der Glaube vergleichsweise unverkrampfter und vor allem fröhlicher praktiziert, was daran liegen mag, dass es keinen zürnenden einzigen Fürchtegott wie bei den Christen, Juden und Moslems gibt. Buddha schmunzelt zufrieden, dass trotzdem das Geschäft brummt.

 

Ballermann Patong
Bei Streifzügen über die Insel Phuket kann man (Mann?) Patong nicht vermeiden. Hier brummt auch das (zweitälteste) Geschäft. Die seriöse beschirmte Dame rechts fragt sich, was die zahllosen Bordsteinschwalben hier eher suchen - das schnelle Geld oder einen langfristigen Melk-Esel. 



Weihnachten auf der Insel Penang/Malaysia
Statt wieder unser gutes Geld ohne Quittung in den Schubladen der thailändischen Immigrationsbeamten verschwinden zu sehen, investieren wir es für einen Flug über Weihnachten nach Georgetown/Penang, um dort unsere Visa für Thailand zu erneuern. War ein richtig lauter Heiligabend unter fröhlichen Muslimen.

 

Silvester auf Phuket war besinnlicher
Nach dem Festessen mit den Crews von BRIO, SOLAGRACIA und LYRA zogen wir alle an den Strand und mischten uns um Mitternacht unter die Einheimischen. Still davonschwebende Leuchtdrachen, keine Knaller - hat uns sehr gefallen.



Kontemplation
Ja, was haben wir sonst noch schwer gearbeitet? Wie sagt doch gleich Buddha: Alles in Maßen, einschließlich der Mäßigung!

 


Feuriger Abschied
Gero von LYRA hat in letzter Minute noch einen Freiwilligen gefunden, der ihn durchs Rote Meer begleitet. Die anderen Boote, mit denen wir Silvester gefeiert hatten, sind schon unterwegs. Wir drücken allen die Daumen, dass sie im Konvoi ohne Probleme das Mittelmeer im Frühjahr erreichen, denn...

 


Die leidige Piraterie
vor Somalia ist hier natürlich aktuell das Hauptthema unter Seglern in der Marina. Wer sich nicht wie wir Zeit nehmen kann über Kapstadt und seine Reise bald beenden muss, muss da durch. Irgendwie haben wir ja an der Nordseeküste von klein auf die Störtebeekers&Co verehrt, aber eine Pest sind sie schon, die besser unmittelbar versenkt gehört.




Abwarten und Tee trinken
Den festen Blick auf den Arbeitsfortschritt und nach vorn gerichtet werden wir auch diese schwere Zeit überstehen.Wir schnappen uns noch den Rucksack für größere Landtouren, bevor die Regenzeit wieder beginnt und TRUANT danach - in neuem Glanz erstrahlt - bei passenden Winden endlich aus dieser Falle rauskommt.

 

Brehms Tierleben
Das bieten wir in der heutigen Sammlung und endlich ist die lange versprochene Kakerlake dabei.